
Das AMA-Gütesiegel für
Brot und Gebäck
4 Mehrwerte des AMA-Gütesiegels bei Brot & Gebäck
Das AMA-Gütesiegel bei Brot und Gebäck - Bedeutung & Kriterien
Das AMA-Gütesiegel für Brot und Gebäck steht für hohe Qualität, nachvollziehbare Herkunft und unabhängige Kontrollen. Grundlage ist ein stufenübergreifendes Qualitätssicherungssystem. Es umfasst die gesamte Wertschöpfungskette. Dazu zählen Landwirtschaftsbetriebe, Agrarhandel, Mühlen, Bäckereien und der Handel.
Zum Geltungsbereich des AMA-Gütesiegels gehören klassische Brote wie Roggenbrot, Weizenbrot, Mischbrot und Dinkelbrot. Auch Gebäck wie Semmeln, Salzstangerl, Mohnflesserl oder Baguettes fällt darunter. Das rot-weiß-rote AMA-Gütesiegel darf nur verwendet werden, wenn alle relevanten Produktions- und Verarbeitungsschritte in Österreich stattfinden. Außerdem müssen alle beteiligten Betriebe am AMA-Gütesiegel-Programm teilnehmen.
Am AMA-Gütesiegel-Programm für Brot und Gebäck nehmen bereits zahlreiche österreichische Mühlen und Bäckereien teil. Sie verpflichten sich zur Einhaltung klar definierter Vorgaben. Gleichzeitig sind sie Teil der kontrollierten Wertschöpfungskette.
Herkunft von Brot und Gebäck mit AMA-Gütesiegel
Das Getreide für Brot und Gebäck mit dem rot-weiß-roten AMA-Gütesiegel stammt aus österreichischer Landwirtschaft. Es wird auf Feldern in Österreich angebaut. Dabei gelten klar definierte Kriterien, die über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinausgehen.
AMA-Gütesiegel-Landwirtinnen und -Landwirte schaffen mit vielfältiger Fruchtfolge, ausgewogener und standortangepasster Düngung sowie verantwortungsvollem Pflanzenschutz die Grundlage für hochwertiges Getreide. Zusätzlich setzen die teilnehmenden Betriebe ausgewählte Maßnahmen des Österreichischen Agrarumweltprogramms, kurz ÖPUL, um. Damit leisten sie einen aktiven Beitrag zum Umwelt-, Klima- und Biodiversitätsschutz.
Agrarhandel und Mühlen mit AMA-Gütesiegel
Nach der Ernte gelangt das Getreide über den Agrarhandel an österreichische Mühlen. Dort wird es weiterverarbeitet. Im Agrarhandel und in den Mühlen ist die eindeutige Herkunftskennzeichnung ein zentraler Bestandteil des AMA-Gütesiegels.
AMA-Gütesiegel-Getreide ist klar gekennzeichnet. Die Warenströme werden über alle Handels- und Verarbeitungsschritte hinweg vollständig dokumentiert. Strenge Hygienevorgaben und transparente Prozesse sorgen dafür, dass die Mengenflüsse jederzeit nachvollziehbar sind. Eine Übersicht der aktuellen Richtlinie sowie teilnehmen Agrarhändlerinnen, Agrarhändler und Mühlen ist hier zu finden:
Bäcker und Backerzeugnisse mit dem AMA-Gütesiegel
In den Bäckereien wird das österreichische Mehl zu Brot und Gebäck mit dem AMA-Gütesiegel verarbeitet. Weizenmehl und, Roggenmehl stammen dabei ausschließlich aus AMA-Gütesiegel-Getreide. Auch weitere wertbestimmende Zutaten kommen aus der AMA-Gütesiegel-Landwirtschaft. Dazu zählen Eier und Eiprodukte, Milch und Milchprodukte, Fleisch und Fleischerzeugnisse, Speiseerdäpfel sowie Obst und Gemüse.
Palmöl ist bei AMA-Gütesiegel-Backerzeugnissen nicht erlaubt. Konservierungsstoffe und Farbstoffe sind grundsätzlich ausgeschlossen. Ausnahmen gibt es nur in klar geregelten Sonderfällen. Aromen sowie Hilfs- und Zusatzstoffe dürfen nur in streng begrenztem Umfang eingesetzt werden. So bleibt die Naturbelassenheit von Brot und Gebäck erhalten. Eine genaue Übersicht zur Richtlinie sowie zu den teilnehmenden Bäckereien ist hier zu finden:
Was bedeutet ÖPUL?
Alle AMA-Gütesiegel Ackerbäuerinnen und Ackerbauern führen umweltgerechte Maßnahmen durch. Sie können dabei aus einer Vielzahl an Maßnahmen wählen, die im Rahmen des österreichischen Agrarumweltprogramms (ÖPUL) erarbeitet wurden.
ÖPUL ist das Österreichische Agrarumweltprogramm zur Förderung einer umweltgerechten, extensiven und den natürlichen Lebensraum schützenden Landwirtschaft. Es handelt sich dabei um ein umfassendes agrarpolitisches Instrument, das in Österreich in der Umwelt- und Landschaftsplanung eingesetzt wird.
Betriebe können diverse Maßnahmen kombinieren
- Blühstreifen und Blumenwiesen anlegen, damit Insekten wie Bienen Nahrung finden.
- Weniger Dünger oder Spritzmittel verwenden, um das Grundwasser zu schützen.
- Boden nach der Ernte rasch bepflanzen, um den Boden bedeckt zu halten.
- Biologisch wirtschaften, also ganz ohne chemisch-synthetische Hilfsmittel.
- Naturschutzflächen pflegen, die für Tiere und Pflanzen besonders wichtig sind.
- Boden so kultivieren, damit er vor einer Abschwemmung durch Starkregen geschützt wird.
- Gülle bodennah ausbringen, um Nährstoffverluste zu verringern.
Fortbildung
Die Landwirtinnen und Landwirte müssen im Rahmen von bestimmten Maßnahmen des Agrarumweltprogrammes auch Fortbildungen absolvieren. Die Kurse vermitteln praxisnahes Wissen und helfen bei der Umsetzung der jeweiligen ÖPUL-Maßnahme.
Durch den Konsum von Brot und Gebäck mit dem AMA-Gütesiegel werden daher auch indirekt umweltfreundliche Praktiken in der Landwirtschaft gefördert.
Das Ziel von ÖPUL ist, die Natur, das Klima, die Artenvielfalt und die Böden zu schützen
– und gleichzeitig eine gesunde Landwirtschaft zu fördern.
Alle landwirtschaftlichen Betriebe in Österreich können freiwillig am Agrarumweltprogramm teilnehmen und aus 26 Maßnahmen wählen. Durch die Umsetzung der Maßnahmen leisten die Landwirtinnen und Landwirte einen Beitrag zum Schutz der Biodiversität, zur Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit, zum Grundwasser- und Gewässerschutz, zum Tierwohl als auch zum Klimaschutz und zur Luftreinhaltung.
Konkret umfassen ÖPUL-Maßnahmen beispielsweise die Begrünung von Flächen, die Anlage von Biodiversitätsflächen, Einschränkungen beim Einsatz von Dünge- und Pflanzenschutzmittel, den Anbau seltener landwirtschaftlicher Kulturpflanzen, die Haltung gefährdeter Nutztierrassen, die Weidehaltung sowie Maßnahmen der biologischen Wirtschaftsweise und die Pflege ökologisch besonders wertvoller Flächen.
Mehrkosten und Einkommensverluste, die durch die Anwendung umweltschonender und biodiversitätsfördernder Maßnahmen entstehen, werden den Landwirten finanziell durch Förderungen ausgeglichen. Die Gelder dafür stammen zu rund 50 Prozent aus EU-Mitteln und 50 Prozent aus nationalen Mitteln, wobei der nationale Anteil noch einmal im Verhältnis 60 zu 40 zwischen Bund und Ländern aufgeteilt wird.
In Österreich nehmen rund 80 Prozent aller Betriebe mit über 80 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche am ÖPUL Programm teil.

Mit Unterstützung von Bund, Ländern und Europäischer Union (Förderlogo)
Projekt: Die AMA-Gütesiegel Qualitätsregelungen für Ackerfrüchte und deren Erzeugnisse
Im Rahmen des GAP-Strategieplans Österreich 2023–2027 wurde in der Maßnahme 77-02 Zusammenarbeit das bundesweite Kooperationsprojekt „Die AMA-Gütesiegel Qualitätsregelungen für Ackerfrüchte und deren Erzeugnisse“ entwickelt. Projektpartner sind die AMA-Marketing und die Landwirtschaftskammer Österreich.
Gemeinsam verfolgen sie das Ziel, das staatlich anerkannte Qualitätsprogramm AMA-Gütesiegel für Ackerfrüchte entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu stärken und weiterzuentwickeln.
Durch die Zusammenarbeit der beiden Projektpartner wird sichergestellt, dass alle relevanten Stufen der Wertschöpfungs- und Lebensmittelkette – vom Acker bis zum fertigen Erzeugnis – gezielt angesprochen werden.
Das Projekt zielt darauf ab, mehr landwirtschaftliche Betriebe für die Teilnahme am AMA-Gütesiegel Ackerfrüchte zu gewinnen, die Sichtbarkeit qualitätszertifizierter AMA-Gütesiegel Ackerfrüchte und deren Erzeugnisse zu erhöhen und das Vertrauen der Konsumentinnen und Konsumenten in diese Produkte weiter zu stärken. Damit soll sowohl das Angebot an qualitätsgesicherten AMA-Gütesiegel Ackerfrüchten ausgebaut als auch die Nachfrage nach daraus hergestellten Lebensmitteln mit dem AMA-Gütesiegel gesteigert werden.
Konsumentinnen und Konsumenten sollen verständlich und zielgruppengerecht darüber informiert werden, welche Qualitäts-, Umwelt- und Mehrleistungen hinter dem AMA-Gütesiegel für Ackerfrüchte stehen. Im Mittelpunkt stehen dabei jene Standards, die über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehen und das AMA-Gütesiegel zu einem verlässlichen Orientierungszeichen für kontrollierte Qualität, nachvollziehbare Herkunft und nachhaltige Produktion machen.
Ausgangspunkt des Projekts ist ein klar erkennbares Konsumenteninteresse an Regionalität und Herkunft bei Getreideerzeugnissen. Gleichzeitig besteht großes Entwicklungspotenzial auf Seiten der landwirtschaftlichen Betriebe.
Übergeordnetes Ziel des Kooperationsprojekts ist es, die Bekanntheit des AMA-Gütesiegels für Ackerfrüchte und deren Erzeugnisse zu steigern, das Bewusstsein für Qualität, Herkunft und Nachhaltigkeit zu stärken und die Wertschöpfung entlang der gesamten Kette nachhaltig zu sichern. So sollen mehr qualitätszertifizierte Ackerfrüchte produziert, mehr hochwertige Erzeugnisse angeboten und mehr Konsumentinnen und Konsumenten für diese Produkte gewonnen werden.
Das AMA-Gütesiegel bei weiteren Produkten

Kennen Sie schon die AMA GENUSS REGION?
Das Gütesiegel AMA GENUSS REGION
Das Gütesiegel AMA GENUSS REGION garantiert standardisierte Qualität, regionale Herkunft und kulinarischen Genuss bei bäuerlichen Direktvermarktern, Manufakturen und Gastronomiebetrieben. Die teilnehmenden Betriebe halten klare Qualitätskriterien ein und werden von externen Kontrollstellen überprüft.





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